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FAQs & Info

Häufig gestellte Fragen & allgemeine Informationen für Online-Händler, die die Auftragserfüllung durch Amazon (FBA) verwenden

Welche Informationen benötigen Sie, um Ihr Unternehmen für die Umsatzsteuer zu registrieren?

Amavat Europe hat ein separates Dokument zusammengestellt, das alle nötigen Anforderungen aufzeigt, um Ihr Unternehmen in einem bzw. allen neun Ländern, in denen wir unsere Büros unterhalten, für die Umsatzsteuer registrieren zu können. Kontaktieren Sie bitte unsere Experten im jeweiligen Land.

Wieso einen Steuerbevollmächtigten für die Umsatzsteuer ernennen?

Die Ernennung eines Steuerbevollmächtigtens gewährleistet Unternehmen, die ihren offiziellen Sitz in einem EU-Staat haben und die eine der Umsatzsteuer unterliegende Geschäftstätigkeit in einem anderen EU-Staat ausführen, die korrekte Abrechnung der Umsatzsteuer.

Nachfolgend sind Beispiele für Tätigkeiten, die der Umsatzsteuer unterliegen, angegeben:

  • Innergemeinschaftliche Lieferungen und Erwerbein und aus Mitgliedsstaaten,
  • Import und Export in und aus der Europäischen Union,
  • Baudienstleistungen sowie Dienstleistungen in Verbindung mit Immobilien,
  • Lagerung von Waren und Konsignationsbeständen,
  • Versandhandel im Falle des Überschreitens der Meldeschwellen/Lieferschwellen (klicken Sie hier um die Versandhandels-Schwellenwerte/Lieferschwellen anzusehen),
  • Verkäufe an private Endkunden und anderejuristische Personen, die keine Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes sind,
  • Abrechnungen auf Grundlage des Reverse-Charge-Verfahrens,
  • Bestimmte Verkaufs- / Weiterverkaufstätigkeiten,
  • Innergemeinschaftliche Dreiecksgeschäfte.

Falls Sie eine der oben genannten Tätigkeiten ausführen, sind Sie sehr wahrscheinlich verpflichtet sich im jeweiligen Mitgliedsstaat für umsatzsteuerliche Zwecke zu registrieren. Durch den Erhalt einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer besitzen Sie die Möglichkeit die korrekte Abrechnung der Umsatz- und Vorsteuer sicherzustellen.

Hierzu können Sie einen Steuerbevollmächtigten (z.B. amavat Europe) benennen. Dieser Unterstützt Sie bei allen administrativen Formalitäten, stellt die Einhaltung der lokalen Steuervorschriften sicher und schützt Sie vor dem Verlust einer potentiellen Umsatzsteuerstattung bzw. für den Fall, dass Sie Strafen für die Nichteinhaltung der Steuervorschriften auferlegt bekommen.

Was sind die Aufgaben eines Steuerbevollmächtigten?

  • Ein Steuerbevollmächtigter übernimmt in Ihrem Namen alle Formalitäten, die zur umsatzsteuerlichen Registrierung erforderlich sind (Ausffüllen von Formularen und Registrierungsdokumenten im Rahmen der Umsatzsteuer, Bestellung von Übersetzungsdienstleistungen und Unterstützung bei den Vorgängen bis zum Erhalt der lokalen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer).
  • Die Aufgaben eines Steuerbevollmächtigten umfassen: die Übermittlung von Steuererklärungen (Umsatzsteuererklärungen sowie Zusammenfassende Meldungen zum innergemeinschaftlichen Handel), die Übermittlung von Anfragen zu Umsatzsteuererklärungen, die Übermittlung statistischer Meldungen (Intrastat) und die Verwaltung der Umsatzsteuerzahlungen (Informationen zu der Höhe der zu begleichenden Umsatzsteuerschuld).
  • Ein Steuerbevollmächtigter stellt die Einhaltung der Steuervorschriften sicher. Angefangen von der Analyse eines bestimmten Falls, über die Kontrolle der Richtigkeit von Dokumenten, bis hin zur Bereitstellung von Informationen zu allen Verpflichtungen des Steuerzahlers (Rechnungsstellung, Änderungen der Vorschriften).
  • Ein Steuerbevollmächtigter verwaltet die Korrespondenz und den Austausch mit Steuerbehörden und ist zudem (auf Anfrage des Mandanten) auch bei Steuerprüfungen (z.B. Umsatzsteuersonderprüfungen)der Berater an Ihrer Seite.

Steuerbevollmächtigter oder Steuervertreter? Erfahren Sie mehr über die Unterschiede zwischen Steuerbevollmächtigten und Steuervertretern. Kontaktieren Sie amavat Europe und klicken Sie hier um Einzelheiten zu erfahren.

Wieso einen Steuervertreter für die Umsatzsteuer ernennen?

Unternehmen mit einem Sitz außerhalb der Europäischen Union, die jedoch in einem der EU-Mitgliedsstaaten einer der Umsatzsteuer unterliegenden Tätigkeit nachgehen, sind verpflichtet einen Steuervertreter zu ernennen.

Hier ist eine Liste der der Umsatzsteuer unterliegenden Tätigkeiten:

  • Innergemeinschaftliche Lieferungen und Erwerbe in und aus Mitgliedsstaaten,
  • Import und Export in und aus der Europäischen Union,
  • Baudienstleistungen sowie Dienstleistungen in Verbindung mit Immobilien,
  • Lagerung von Waren und Konsignationsbeständen,
  • Versandhandel in ein anderes Mitgliedsland (klicken Sie hier um die Versandhandels-Schwellenwerte/Lieferschwellenwerte anzusehen),
  • Bestimmte Verkaufs- / Weiterverkaufstätigkeiten,
  • Innergemeinschaftliche Dreiecksgeschäfte.

Falls Sie eine der oben genannten Tätigkeiten ausführen, sind Sie sehr wahrscheinlich verpflichtet sich im jeweiligen Mitgliedsstaat für umsatzsteuerliche Zwecke zu registrieren.

Hierzu können Sie einen Steuervertreter benennen, der alle administrativen Formalitäten für Sie erledigt. Die Ernennung eines Steuervertreters ist die Bedingung, um eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer in dem jeweiligen EU-Mitgliedsstaat zu erhalten.

Was sind die Aufgaben eines Steuervertreters?

  • Ein Steuervertreter übernimmt in Ihrem Namen alle Formalitäten, die zur umsatzsteuerlichen Registrierung erforderlich sind (Ausfüllen von Formularen und Registrierungsdokumenten im Rahmen der Umsatzsteuer, Bestellung von Übersetzungsdienstleistungen und Unterstützung bei den Vorgängen bis zum Erhalt der lokalen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer).
  • Die Aufgaben eines Steuervertreters umfassen: die Übermittlung von Steuererklärungen (Umsatzsteuererklärungen sowie Zusammenfassende Meldungen zum innergemeinschaftlichen Handel), die Übermittlung von Anfragen bezüglich Umsatzsteuererklärungen, die Übermittlung statistischer Meldungen (Intrastat) und die Verwaltung der Umsatzsteuerzahlungen (Informationen zu der Höhe der zu begleichenden Umsatzsteuerschuld).
  • Ein Steuervertreter stellt die Einhaltung der Steuervorschriften sicher. Angefangen von der Analyse eines bestimmten Falls, über die Kontrolle der Richtigkeit von Dokumenten, bis hin zur Bereitstellung von Informationen zu allen Verpflichtungen des Steuerzahlers (Rechnungsstellung, Änderungen der Vorschriften, …).
  • Ein Steuervertreter verwaltet die Korrespondenz und den Austausch mit Steuerbehörden und ist zudem (auf Anfrage des Mandanten) auch bei Steuerprüfungen (z.B. Umsatzsteuersonderprüfung) der Berater an Ihrer Seite.
  • Ein Steuervertreter ist gemeinsam mit dem Steuerzahler haftbar für Steuerverpflichtungen. Dabei kann es erforderlich sein eine Einlage zu tätigen oder eine Bankgarantie vorzuweisen.

Steuerbevollmächtigter oder Steuervertreter? Erfahren Sie mehr über die Unterschiede zwischen Steuerbevollmächtigten und Steuervertretern. Kontaktieren Sie amavat Europe und klicken Sie hier um Einzelheiten zu erfahren.

Welche Auswirkungen auf die Umsatzsteuer besitzt der innergemeinschaftliche Transfer meiner Produkte/Bestände, wenn die Auftragserfüllung durch Amazon (FBA) verwendet wird?

Lagerung des Bestands in einem Auftragserfüllungszentrum von Amazon

amavat Europe bedient viele Marketplace-Verkäufer, die auf Nachfrage Amazons ihreBestände in einem der europäischen Auftragserfüllungszentren von Amazon (FBA) einlagern möchten. Amazon betreibt in 7 Ländern Europas seine FBA-Zentren. Klicken Sie bitte hier.

Geschäftlich macht es Sinn, den Wettbewerbsvorteil, den eine kostengünstigere und schnellere Auslieferung zu Ihren Kunden in der EU sicherstellt, zu nutzen. Seien Sie jedoch gewarnt, wenn Sie Ihren Bestand in ein anderes EU-Land verlagern möchten. Die Verlagerung stellt eine umsatzsteuerlich zu berücksichtigende Lieferung (sogenanntes innergemeinschaftliches Verbringen) dar und zieht eine sofortige Registrierungspflicht in dem entsprechenden Land nach sich – hierbei spielen Schwellenwerte keine Rolle.

Die Steuerbehörden der EU sind in der Vergangenheit äußerst pro-aktiv bei der Erlangungvon Verkaufsdaten von Amazon aufgetreten, z.B. im Falle von Unternehmen aus Großbritannien, die Bestände in den FBA-Zentren besitzen. Bitte seien Sie sich bewusst, dass Transaktionen, die Sie bisher als umsatzsteuerlich nicht zu berücksichtigende Sachverhalte abgetan haben, von Steuerbehörden aufgedeckt werden könnten, da die Steuerbehörden miteinander kommunizieren und Daten austauschen.

Worin bestehen die Unterschiede beim Verkauf an Kunden innerhalb und außerhalb der EU?

Es gibt zwei Arten von Kunden, wenn Sie online Waren an Privatpersonen verkaufen – Kunden innerhalb und außerhalb der EU.

Innerhalb der EU

Lassen Sie uns annehmen, dass Sie ein wirklich guter Online-Händler in Deutschland sind. Dann bietet Ihnen Amazon an, Ihre ausgestellten Waren auf dem europäischen Kontinent zu verkaufen, wobei Amazon ihre Waren in 3 oder 4 Ländern innerhalb der EU ausstellen kann.

Logistisch ändert sich nichts. Sie versenden Ihre Waren an das Auftragserfüllungszentrum in Deutschland und dort erledigt man den Rest. Großartig – Sie erreichen französische und spanische Kunden. Sollten Sie sich um die zusätzliche Umsatzsteuer kümmern? Die Antwort lautet JA.

Beim Verkauf an Privatpersonen in Europa sind Sie jetzt an die EU-Versandhandels-Vorschriften gebunden. Diese Vorschriften sind für Sie bindend, egal ob Sie als Einzelunternehmer, Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft oder als Privatperson auftreten, die Waren online verkauft.

Die entsprechenden Vorschriften besagen, dass Sie alle Verkäufe an Privatpersonen innerhalb der EU mit deutscher Umsatzsteuer belasten, solange Sie nicht den Schwellenwert, der durch die einzelnen Länder bestimmt wird, überschreiten. Die Schwellenwerte der meisten EU-Länder betragen nur 35.000,00 Euro bzw. dessen Gegenwert in der Landeswährung. Ausgenommen sind hiervon Frankreich, Deutschland, Luxemburg und die Niederlande. Deren Schwellenwerte betragen je 100.000,00 Euro.

Falls Ihre Verkäufe (einschließlich der in Rechnung gestellten Lieferkosten) den Schwellenwert in einem Land überschreiten, sind Sie verpflichtet sich dort für die Umsatzsteuer zu registrieren und die dortigen umsatzsteuerlichen Vorschriften einzuhalten. Bei Fehlern oder Versäumnissen von Abgabe- und Erklärungsfristen könnten Sanktionen (z.B. Säumniszuschläge, Verspätungszuschläge, Verzugszinsen) von den Steuerbehörden erhoben werden.

Falls Sie in Deutschland nicht umsatzsteuerlich registriert sind, weisen Sie keine Umsatzsteuer aus. Sie müssen jedoch Ihre Verkäufe in die EU überwachen, da Sie sich bei Überschreiten eines Schwellenwertes im jeweiligen Land registrieren müssen (selbst wenn Sie unter dem Schwellenwert für Deutschland liegen) und den landesspezifischen Umsatzsteuersatz ausweisen müssen.

Seien Sie sich zudem bewusst, dass unterschiedliche Umsatzsteuersätze Anwendung finden. In Großbritannien wird z.B. auf Kinderbekleidung ein Null-Steuersatz ausgewiesent, während in anderen Ländern der EU hierfür der Normalsteuersatz gelten kann.

Die Umsatzsteuersätze in der EU reichen von 17% (Luxemburg) bis 27% (Ungarn). Das Einbeziehen dieser Unterschiede in Ihre Margen kann von Anfang an sicherstellen, dass Sie in jedem Land konkurrenzfähig bleiben.

Außerhalb der EU

Falls Sie Kunden außerhalb der EU haben rechnen Sie keine Umsatzsteuer auf die Verkäufe, solange Sie nachweisen können, dass der Export stattgefunden hat.

Benötige ich eine europäische Umsatzsteuer-Identifikationsnummer als Online-Händler?

Wenn Sie Waren über das Internet mit der Auftragserfüllung durch Amazon (FBA) an Kunden aus anderen EU-Ländern verkaufen, werden Sie sich wahrscheinlich umsatzsteuerlich in den Ländern Ihrer Kunden registrieren müssen. Die gute Nachricht ist, dass Sie zum Handeln keine ausländischen Tochterunternehmen gründen müssen.

Beachten Sie: Es besteht momentan kein Konzept für eine einzige EU-weite Umsatzsteuernummer für FBA-Händler für den Verkauf von Waren an Konsumenten. Falls Sie die bereits genannten Schwellenwerte in sämtlichen EU Mitgliedstaaten überschreiten, müssten Sie sich folglich je Mitgliedstaat eine separate umsatzsteuerliche Registrierung beantragen und deren Deklarations- und Aufzeichnungsplichten sowie deren Fälligkeitstermine (auch diese unterscheiden sich von Land zu Land) vorhalten. Es existiert seit Anfang 2015 ein erstes Experiment mit einer einzigen EU-weiten umsatzsteuerlichen Registrierung für Anbieter von Online-Dienstleistungen an Konsumenten. Dieses könnte in Zukunft auf Waren und FBA-Händler ausgeweitet werden.

Wann müssen Sie sich in einem anderen EU-Land umsatzsteuerlich registrieren?

Wenn Sie bereits in Ihrem Heimatland umsatzsteuerlich registriert sind, müssen Sie sich nicht sofort für die Umsatzsteuer im Land Ihrer Kunden registrieren, um mit Ihnen zu Handeln. Die Europäische Union, die die grenzübergreifenden Regelungen fürdie Umsatzsteuer in den 28 Mitgliedsstaaten festlegt, hat die Schwellenwerte für die umsatzsteuerliche Registrierung für ausländische FBA-Händler festgelegt. Falls Sie in einem Land unter dem jährlichen Schwellenwert liegen, müssen Sie sich dort nicht umsatzsteuerlich registrieren und weisen die Umsatzsteuer unter Ihrer eigenen landesspezifischen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer aus.

Sie können die Versandhandels-Meldeschwellen/Lieferschwellen für die umsatzsteuerliche Registrierung hierprüfen.

Wenn Sie den Schwellenwert/die Lieferschwelle in einem bestimmten Land einmal überschritten haben, müssen Sie sich im Zielland als nicht ansässiger Händler umsatzsteuerlich registrieren. Die Regelungen für den europäischen Binnenmarkt ermöglichen Ihnen, dass Sie kein lokales Tochterunternehmen gründen müssen. Allerdings müssen Sie des Weiteren die landesspezifischen Umsatzsteuersätze anwenden und diese an die lokalen Steuerbehörden abführen, da noch kein EU-weit harmonisiertes Steuersystem existiert.

Zusätzlich zur umsatzsteuerlichen Registrierung beim Überschreiten der Versandhandels-Meldeschwelle/Lieferschwelle müssen Sie sich für die Umsatzsteuer registrieren, wenn Sie Waren vor dem Verkauf an lokale Konsumenten in einem ausländischen Amazon-Lager aufbewahren. Lesen Sie bitte hierzu unseren Abschnitt über die Lagerung in einem ausländischen Amazon-Lager. Ein Beispiel dafür, wie die Versandhandels-Meldeschwellen/Lieferschwellen funktionieren, ist Folgendes: Wenn Sie in Frankreich ansässig sind und eine französische Umsatzsteuer-Identifikationsnummer besitzen, verkaufen Sie Ihre Waren an französische Konsumenten und weisen 20% französische Umsatzsteuer aus.

Falls Sie beginnen nach Deutschland oder Spanien zu verkaufen und Ihre Verkäufe sich unter den jeweiligen Meldeschwellen befinden, dann verkaufen Sie Ihre Waren an die dortigen Konsumenten und weisen20%-ige französische Umsatzsteuer aus, die Sie anschließend an die französischen Steuerbehörden abführen. Falls Sie einmal die Schwellenwerte in den Ländern (Deutschland: 100.000€, Spanien: 35.000€ im Jahr) überschreiten, müssen Sie Ihre französische Firma bei den Steuerbehörden in Deutschland und Spanien umsatzsteuerlich registrieren. Sie erhalten eine deutsche und eine spanischeUmsatzsteuer-Identifikationsnummer. Sie sind somit zu einem nicht ansässigen Händler bzw. Unternehmer geworden. Von diesem Moment an müssen Sie gegenüber Ihren Konsumenten 19% bzw. 21% der jeweiligen Umsatzsteuer ausweisen und diese anschließend an die lokalen Steuerbehörden abführen.

Zusammenfassend

  • Jedes Unternehmen außerhalb der EU, das Waren innerhalb der EU verkauft, muss in dem Land registriert sein, in dem es seine Waren lagert,
  • Jedes Unternehmen in der EU, das die lokale umsatzsteuerliche Meldeschwelle überschritten hat, muss sich lokal umsatzsteuerlich registrieren,
  • Jedes Unternehmen in der EU, das die Versandhandels-Meldeschwelle/Lieferschwelle in einem anderen EU-Mitgliedsstaat überschritten hat, muss sich im jeweiligen Zielland umsatzsteuerlich registrieren,
  • Jedes Unternehmen außerhalb der EU, das Waren in einem EU-Mitgliedsstaat lagert und Waren aus anderen EU-Mitgliedsstaaten verkauft, muss sich in dem Land umsatzsteuerlich registrieren, in welchem es die Waren lagert.

Wie bekommt man eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer für Online-Händler?

Sie könnten als Händler mit der Auftragserfüllung durch Amazon (FBA) eine ausländischeUmsatzsteuer-Identifikationsnummer benötigen, da Sie die Versandhandels-Meldeschwelle/Lieferschwelle für die umsatzsteuerliche Registrierung überschritten haben, bzw. da Sie Waren in einem der ausländischen Amazon-Lager aufbewahren.

Es besteht momentan kein Konzept für eine einzige EU-weite Umsatzsteuernummer für Händler für den Verkauf von Waren an Konsumenten. Es existiert seit Anfang 2015 ein erstes Experiment mit einer einzigen EU-weiten umsatzsteuerlichen Registrierung für Anbieter von Online-Dienstleistungen an Konsumenten. Dieses könnte in Zukunft auf Waren ausgeweitet werden.

Was verlangen die Steuerbehörden?

Jedes Land besitzt spezifische Anforderungen für den Erhalt einer lokalen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.

Allgemein umfasst dies:

    • die Gründungsunterlagen,
    • die Prüfung der umsatzsteuerlichen Registrierung im Land, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat (bzw. den Steuerstatus für Händler außerhalb der EU),
    • einen Überblick über Ihre Umsätze in dem jeweiligen Land, einschließlich derSchätzung von Umsätzen in Folgejahren,
    • den Nachweis von Verkaufsverträgen zur Überprüfung, ob Sie tatsächlich Händler sind,
    • Identifikationsnachweis der Geschäftsführer des Unternehmens,
    • Ausfüllen eines Formulars zur umsatzsteuerlichen Registrierung, das zumeist nur in Landessprache verfügbar ist.

Kontaktieren Sie amavat Europe, um Einzelheiten zu den Anträgen auf umsatzsteuerliche Registrierung in jedem Land zu erfahren.

Verkauf über Amazon ohne in der EU ansässig zu sein?

Onlinehändler mit Sitz außerhalb der EU, die die Auftragserfüllung durch Amazon (FBA) verwenden, stehen anderen Verpflichtungen gegenüber als Händler mit Sitz in einem der EU-Mitgliedsstaaten. Die gute Nachricht ist, dass diese ohne die Gründung einer Tochtergesellschaft in der EU ihre Waren an Konsumenten in der EU verkaufen können, wobei sie sich jedoch in den jeweiligen Ländern für die Umsatzsteuer registrieren müssen.

Die genauen Anforderungen für FBA-Händler, die nicht in der EU ansässig sind, hängen vom Versandort der Ware ab.

Waren von außerhalb der EU – Falls die Waren am Standort des nicht in der EU ansässigen Händlers gelagert werden, müssen für diese Waren erst die EU-Zollformalitäten erledigt werden. Der Händler kann dies erledigen, wenn die Waren zum ersten Mal in einem EU-Land ankommen. Er kann die Einfuhrumsatzsteuer und die Zollgebühren bezahlen, um die Waren in die EU zur Weiterlieferung an den Kunden zu bringen. Falls der Händler die Einfuhrumsatzsteuer erstattet bekommen möchte, muss sich dieser in dem Land für die Umsatzsteuer registrieren, in dem er die Waren verzollt hat. Andernfalls muss der Händler die Einfuhrumsatzsteuer und die Zollgebühren als Kosten tragen und ggf. an seinen Endkunden weiterberechnen.

Alternativ kann der nicht in der EU ansässige Händler seinen Kunden zwingen die Einfuhrumsatzsteuer und die Zollgebühren abzuführen. Typischerweise wird die Zustellfirma dem Kunden diesen Betrag in Rechnung stellen bevor die Waren übergeben werden. Das schreckt Kunden jedoch häufig davor ab, erneut mit dem Händler Geschäfte abzuschließen.

Waren innerhalb der EU – Falls ein nicht in der EU ansässiger Händler seine Warenbestände in der EU in einem Amazon-Lager aufbewahren möchte, verlangt dieses eine umsatzsteuerliche Registrierung in dem Land, in dem sich das Lager befindet. Der Händler kann die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer nutzen, um seine Waren an Konsumenten in der EU zu verkaufen. Wenn der Händler die Fernabsatz-Meldeschwellen/Lieferschwellen überschreitet, muss er sich in weiteren EU-Ländern registrieren.

Wie funktionieren die Fernabsatz-Meldeschwellen/Lieferschwellen?

Beispiel: Wenn Sie in Frankreich ansässig sind und eine französische Umsatzsteuer-Identifikationsnummer besitzen, verkaufen Sie Ihre Waren an französische Konsumenten und weisen 20% französische Umsatzsteuer aus.

Falls Sie beginnen nach Deutschland oder Spanien zu verkaufen und Ihre Verkäufe sich unter den jeweiligen Meldeschwellen/lieferschwellen befinden, verkaufen Sie Ihre Waren an die dortigen Konsumenten und weisen die 20%-ige französische Umsatzsteuer aus, die Sie anschließend an die französischen Steuerbehörden abführen. Falls Sie einmal die Schwellenwerte/Lieferschwelle in den Ländern (Deutschland: 100.000€, Spanien: 35.000€ im Jahr) überschreiten, müssen Sie Ihre französische Firma bei den Steuerbehörden in Deutschland und Spanien registrieren. Sie erhalten eine deutsche und eine spanische Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Sie sind damit zu einem nicht ansässigen Händler bzw. Unternehmer geworden. Von diesem Moment an müssen Sie Ihren Konsumenten 19% bzw. 21% der jeweiligen Umsatzsteuer ausweisen und diese anschließend an die lokalen Steuerbehörden abführen.

Zusammenfassend

      • Jedes Unternehmen außerhalb der EU, das Waren innerhalb der EU verkauft, muss in dem Land registriert sein, in dem es seine Waren lagert,
      • Jedes Unternehmen in der EU, das die lokale umsatzsteuerliche Meldeschwelle überschritten hat, muss sich lokal für die Umsatzsteuer registrieren,
      • Jedes Unternehmen in der EU, das die Fernabsatz-Meldeschwelle/Lieferschwelle in einem anderen EU-Mitgliedsstaat überschritten hat, muss sich im jeweiligen Zielland für die Umsatzsteuer registrieren,
      • Jedes Unternehmen außerhalb der EU, das Waren in einem EU-Mitgliedsstaat lagert und Waren in andere EU-Mitgliedsstaaten verkauft, muss sich in dem Land für die Umsatzsteuer registrieren, in dem es die Waren lagert.

Wann müssen Sie sich in einem anderen EU-Land für die Umsatzsteuer registrieren?

Wenn Sie bereits in Ihrem Heimatland für die Umsatzsteuer registriert sind, müssen Sie sich nicht sofort für die Umsatzsteuer im Land Ihrer Kunden registrieren, um mit diesen zu Handeln. Die Europäische Union, die die grenzübergreifenden Regelungen bezüglich der Umsatzsteuer in den 28 Mitgliedsstaaten festlegt, hat die Schwellenwerte/Lieferschwellen für die umsatzsteuerliche Registrierung für ausländische FBA-Händler festgelegt. Falls Sie in einem Land unter dem jährlichen Schwellenwert liegen, müssen Sie sich dort nicht registrieren und weisen die Umsatzsteuer unter Ihrer eigenen landesspezifischen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer aus.

Sie können die Fernabsatz-Meldeschwellen/Lieferschwellen für die umsatzsteuerliche Registrierung hier prüfen.

Wenn Sie den Schwellenwert in einem bestimmten Land einmal überschritten haben, müssen Sie sich im Zielland als nicht ansässiger Händler für die Umsatzsteuer registrieren. Die Regelungen für den europäischen Binnenmarkt ermöglichen Ihnen, dass Sie kein lokales Tochterunternehmen gründen müssen. Allerdings müssen Sie weiterhin die landesspezifischen Umsatzsteuersätze anwenden und diese an die lokalen Steuerbehörden abführen, da es noch kein EU-weit harmonisiertes Steuersystem gibt.

Zusätzlich zur umsatzsteuerlichen Registrierung beim Überschreiten der Fernabsatz-Meldeschwelle/Lieferschwelle müssen Sie sich für die Umsatzsteuer registrieren, wenn Sie Waren vor dem Verkauf an lokale Konsumenten in einem ausländischen Amazon-Lager aufbewahren.

Welche Anforderungen an die Rechnungslegung gibt es in Deutschland?

Das deutsche Steuergesetz und die Anforderungen an die Rechnungslegung sind sehr formalistisch. Die deutschen Regelungen sind konform mit der EU-Richtlinie bezüglich der Umsatzsteuer sowie den Anforderungen an den Umsatzsteuerausweis in Rechnungen.

Eine Rechnung, die der deutschen Umsatzsteuer unterliegt muss zumindest die folgenden Informationen enthalten:

      • Ausstellungsdatum,
      • eine einmalige, fortlaufende Nummer,
      • die Umsatzsteuernummer bzw. die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Lieferanten / Dienstleisters,
      • die vollständige Adresse des Lieferanten / Dienstleisters und des Kunden,
      • die vollständige Beschreibung der Waren bzw. Dienstleistungen,
      • Einzelheiten zu der Stückzahl der Waren, falls anwendbar,
      • das Datum der Lieferung bzw. der Dienstleistungserbringung,
      • den Netto-Wert bzw. Steuerwert der Lieferung / Dienstleistung,
      • den angewendeten Umsatzsteuersatz und der Betrag der Umsatzsteuer,
      • Spezifische Einzelheiten, um die mögliche Steuerfreiheit zu begründen – Export, Reverse-Charge-Verfahren oder innergemeinschaftliche Lieferung,
      • den Gesamtbetrag, den Bruttowert der Rechnung.

Nur wenn all die oben angeführten Anforderungen erfüllt sind, ist eine Vorsteuererstattung für den Kunden möglich bzw. darf die mögliche Steuerfreiheit angewendet werden.

amavat Europe hilft Ihnen durch die Prüfung Ihrer Rechnungen auf Konformität mit dem deutschen Umsatzsteuergesetz.

Wie viel zahlt man für die professionelle Leistungen in jedem Land?

Die Gebühren von amavat Europe finden Sie hier. Diese unterliegen der Absprache und weiteren Vereinbarung zwischen zwei Parteien.

Kann ich meine Rechnungen für meine FBA-Bestellungen automatisiert von Amazon erhalten?

Falls Sie Bestellungen in einem EU-Markt unter der Verwendung der Auftragserfüllung durch Amazon (FBA) tätigen, berücksichtigen Sie die Automatisierung der Rechnungsstellung für Ihre Käufer. Amazon stellt keine Rechnungen im Namen des Händlers aus und es liegt in Ihrer Verantwortung, dass die Rechnung Ihrer Verkaufstransaktionen allen rechtlichen Anforderungen entsprechen. Falls Sie sich nicht sicher sind, ob Sie beispielsweise Ihrem polnischen Kunden eine Rechnung ausstellen sollen oder nicht, kontaktieren Sie bitte amavat Services Polen. Wir beantworten Ihre Fragen gerne. Amazon unterstützt Sie nicht bei Rechts- bzw. Steuerberatung.

Sie können die Versandberichte von Amazon FBA aus der Reports API Sektion verwenden, um wichtige Käuferinformationen zu erhalten, wie z.B. die Lieferadresse und die Rechnungsadresse für Ihre Verkäufe auf der Amazon-Webseite. Der Bericht umfasst zudem den Betrag, die dem Kunden für die Lieferung und Verpackung berechnet wurde.

Ist es möglich zusammengefasste Mehrfachsendungen aus einer Bestellung auf einer Rechnung zu erhalten?

Eine einzige Kundenbestellung kann mehrere Sendungen umfassen. Falls Sie diese Sendungen auf einer einzigen Rechnung zusammenfassen möchten, können Sie die FBA-Versandberichte nutzen sowie die „Alle Bestellungen“ (All Orders) Berichte aus der Report API Sektion. Falls die Lieferungen einer einzigen Kundenbestellung über mehrere FBA-Versandberichte verteilt ist, können Sie einen der „Alle Bestellungen“ Berichte aus der Reports API Sektion nutzen, um alle Faktoren zur Identifikation des Bestellartikels aus einer einzigen Kundenbestellung zurückzuerhalten.

Anschließend können Sie einen Querverweis der Faktoren zur Identifikation der Bestellartikel aus den „Alle Bestellungen“ Bericht sowie aus einem oder mehreren Auftragserfüllung durch Amazon (FBA) Berichten erstellen, um die Lieferadresse und Rechnungsadresse in einer einzigen Kundenbestellung zu erhalten.

Berücksichtigen Sie bitte, dass die durch amavat Europe im FAQ angegebenen Informationen am 24. März 2016 aktualisiert wurden. Für spätere rechtliche Änderungen sind wir nicht verantwortlich.

Aspekte der Umsatzsteuer in Europa

Der Verkauf innerhalb Europas bietet die Möglichkeit viele Länder von einem einzigen Konto aus zu erreichen. so dass es wichtig ist zu verstehen, wie die Europäische Union Umsatzsteuer auf Online-Bestellungen anrechnet.

Die Umsatzsteuer

Die Europäische Kommission beschreibt die Umsatzsteuer in der Europäische Union (EU) als Konsumsteuer bemessen am Wert, der einer Ware oder Dienstleistung zugeschrieben wird. Sie gilt für Waren und Dienstleistungen, die für Konsumzwecke gekauft und verkauft werden. Obwohl Waren für den Export bzw. Dienstleistungen an ausländische Kunden normalerweise nicht der Umsatzsteuer unterliegen, werden Importe in die EU hingegen besteuert.

Die Umsatzsteuer wird dem Käufer als Prozentsatz von der gekauften Ware angerechnet. Der Verkäufer der Ware überweist die erhaltene Umsatzsteuer an die Finanzbehörden, wobei dieser davon jedoch den Wert der Umsatzsteuer, die er an andere steuerpflichtige Personen gezahlt hat (Vorsteuer) abziehen kann.

Erfahren Sie mehr über die Umsatzsteuer (USt).

Wie wird die Umsatzsteuer erhoben?

Händler, die sich für die Umsatzsteuer registriert haben und eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer besitzen, müssen die von Kunden zu zahlende Umsatzsteuer auf der Rechnung angeben. Kunden wissen hierdurch, wie viel Umsatzsteuer für das Endprodukt gezahlt werden muss. Die Kunden, die selbst für die Umsatzsteuer registriert sind, wissen hierdurch welchen Betrag Sie als Vorsteuer abziehen können.

Umsatzsteuererfassung und Umsatzsteuersätze

Das europäische Recht verlangt einen Mindestumsatzsteuersatz von 15% (bzw. 5% für den ermäßigten Satz). Die aktuellen Sätze in den EU-Ländern unterscheiden sich zwischen Produktarten. Lassen Sie sich von den lokalen Steuerbehörden über die einzelnen landesspezifischen Umsatzsteuersätze beraten. Die Steuerbehörde berät Sie, welche Umsatzsteuersätze für die Produkte Anwendung finden, die Sie verkaufen wollen.

Umsatzsteuer auf Importe und Exporte

Wenn Sie Produkte innerhalb Europas bzw. zwischen verschiedenen Mitgliedsstaaten verkaufen, sollten Sie sich bewusst sein, dass die Umsatzsteuersätze zwischen den Ländern unterschiedlich sein können. Wenn Sie Ihre eigenen Waren von einem zu in ein anderes EU-Land transferieren oder wenn die Auftragserfüllung durch Amazon (FBA) Ihre Waren von einem Auftragserfüllungszentrum in ein anderes Lager überführt, dann unterliegt dieser Transfer ebenfalls der Umsatzsteuer. Sie sind dafür verantwortlich allen Umsatzsteuerverpflichtungen nachzukommen, auch solchen in den Amazon Marktplace-Locations sowie in den Ländern, in die Sie Ihre Waren liefern bzw. verlagern.

Tipp: Wenn Sie auf mehreren europäischen Amazon-Marktplaces verkaufen, müssen Sie in jedem Mitgliedsstaat eine separate Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen. Für zusätzliche Informationen zu bestimmten Ländern können Sie auch andere Quellen zu Rate ziehen.

Wenn Sie Produkte in die Europäische Union importieren, können Sie im Moment der Einfuhr sowie im Zielland verpflichtet sein die Umsatzsteuer zu bezahlen. Die Umsatzsteuer wird normalerweise durch den Zollanmelder im Mitgliedsstaat, in dem die Einfuhr stattfindet, abgeführt. Zum Zeitpunkt der Warenlieferung sind Sie für die Einfuhrumsatzsteuer verantwortlich, sofern Sie keine Vereinbarung mit dem Lieferanten getroffen haben, dass die Einfuhrumsatzsteuer im Warenpreis beinhaltet ist und der Lieferant die Verantwortung übernimmt, die Umsatzsteuer andie jeweiligen Steuerbehörde abzuführen.

Falls Sie ein nicht in Europa ansässiges Unternehmen sind und Sie Ihre Produkte aus einem Nicht-EU-Land direkt zu einem Kunden in der EU liefern oder Ihre Produkte in ein europäisches Auftragserfüllungszentrum verlagern, bitten Sie Ihren Steuerberater darum, die für Sie entstehenden Verpflichtungen bezüglich der Einfuhr und der Umsatzsteuer zu beurteilen.

Exportwaren für Kunden außerhalb Europas unterliegen nicht der europäischen Umsatzsteuer.

Externe Quelle: Europäische Kommission

Registrierung für die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und das Ausfüllen der Umsatzsteuererklärungen

Wenn Sie Ihre Produkte in Europe verkaufen, werden Sie wahrscheinlich Umsatzsteuer zahlen müssen. Sie müssen eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen, Umsatzsteuererklärungen ausfüllen und die Umsatzsteuer, die Sie von Ihren Kunden erhalten haben, an die Steuerbehörden abführen.

In den meisten europäischen Ländern kann man sich online für die Umsatzsteuer registrieren. Die meisten dieser Webseiten bieten diese Informationen auch in englischer Sprache an. Die Webseite bietet normalerweise ein Online-Formular bzw. ein PDF-Formular für die Registrierung zum Herunterladen, das anschließend ausgefüllt und per E-Mail versendet werden kann. Falls keine Online-Registrierung bereitgestellt wird, können Sie herausfinden, wo man sich zur Erteilung einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer registrieren kann. Nachdem Sie Ihren Antrag auf Erteilung einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer versendet haben, müssen Sie die Formulare auch per Post übermitteln.

Die Registrierung für die Umsatzsteuer kann zu einer Reihe an Verpflichtungen bei der Einhaltung von Steuervorschriften führen, wie z.B. zum Ausfüllen von Erklärungen und dem ordnungsgemäßen Ausstellen von Rechnungen.

Umsatzsteuerliche Registrierung in mehreren Ländern

Die umsatzsteuerliche Registrierung kann abhängig von Ihrem Verkaufsvolumen und vom Lagerort Ihrer Bestände erforderlich sein. Sie sollten sich von Ihrem Steuerberater zu Fragen Ihrer Verpflichtungen bezüglich der umsatzsteuerlichen Registrierung individuell beraten lassen.

Wenn Sie Produkte aus Ihren Beständen in Europa an Ihre Kunden verkaufen, werden Sie verpflichtet sein Umsatzsteuererklärungen in den Ländern, in denen die Lieferungen beginnen, als auch in den jeweiligen Zielländern vorzulegen (falls Sie den Schwellenwert des sogenannten Fernabsatzes/Lieferschwellen überschreiten).

Fernabsatz von Waren

Fernabsatz besteht dann, wenn Sie Ihre Waren aus einem EU-Land zu einem Kunden in einem anderen EU-Land verkaufen. Allgemein sind diese Kunden Privatpersonen, die keiner Geschäftstätigkeit nachgehen, die der Umsatzsteuer unterliegt.

Die Fernabsatz-Meldeschwelle/Lieferschwelle ist ein Wert in Euro, der durch jedes europäische Land individuell festgelegt wird. Falls das Verkaufsvolumen Ihrer Lieferungen in ein Land die Meldeschwelle des jeweiligen Landes überschreitet, sind Sie verpflichtet sich dort für die Umsatzsteuer zu registrieren. Sie sind verantwortlich für zu erstellende Meldungen, die Umsatzsteuer einzubehalten und anschließend an das jeweilige Land abzuführen.

Beachten Sie bitte, dass die Fernabsatz-Meldeschwelle/Lieferschwelle nicht als Gesamtsumme all Ihrer Verkäufe innerhalb Europas verstanden werden darf. Jedes EU-Land besitzt seine eigene Fernabsatz-Meldeschwelle/Lieferschwelle, die von Land zu Land unterschiedlich sein kann. Lassen Sie sich durch die jeweilige Steuerbehörde im gewünschten Zielland, in das Sie Ihre Produkte verkaufen wollen, bezüglich der Fernabsatz-Meldeschwelle/Lieferschwelle beraten/informieren.

Umsatzsteuerliche Rechnungsstellung

In vielen EU-Ländern erwarten Kunden eine Rechnung. Das Umsatzsteuerrecht im Land des Kunden kann von Ihnen verlangen eine Rechnung anzufertigen. Dabei können die Erwartungen des Kunden noch über das Recht hinausgehen. In Deutschland und Italien erwarten Kunden häufig eine Rechnung, die hohen Standards genügt.

Kontaktieren Sie uns bitte, um mehr Informationen bezüglich der Rechnungsstellung in Deutschland zu erhalten.

Kontaktieren sie uns