Überblick Umsatzsteuer Spanien

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Die umsatzsteuerliche Registrierung und Umsatzsteuererklärungen in Spanien entstammen der EU-Gesetzgebung, die die allgemeinen Regeln zum Einhalten der umsatzsteuerlichen Vorschriften in der ganzen EU festgelegt hat.

Der umsatzsteuerliche Regelsteuersatz wird von der spanischen Regierung festgelegt und beträgt 21%. Es existieren auch ermäßigte umsatzsteuerliche Sätze von 10% für Medizin, Arzneimittel, Personentransport und Zugang zu kulturellen, sportlichen und Unterhaltungsveranstaltungen sowie 4% für Nahrungsmittel und Zeitungen.

Die Umsatzsteuerrichtlinie der EU bestimmt die Anforderungen an die umsatzsteuerliche Rechnungslegung, deren Berechnung und die meisten Details bezüglich der Implementierung der Umsatzsteuer in den EU-Mitgliedsstaaten. Spanien ist verpflichtet die Umsatzsteuerrichtlinie in das Steuergesetz aufzunehmen.

Umsatzsteuerrecht in Spanien

Das Umsatzsteuerrecht in Spanien ist im allgemeinen Steuergesetzbuch enthalten und wird von der „Agencia de Administración Tributaria“ verwaltet.

Umsatzsteuerliche Registrierung in Spanien

Ausländische Unternehmen können sich in Spanien für die Umsatzsteuer registrieren ohne ein lokales Unternehmen gründen zu müssen, was als Handel eines nicht ansässigen Händlers bekannt ist. Es existiert kein umsatzsteuerlicher Schwellenwert in Spanien für die Registrierung eines nicht ansässigen Händlers. Eine USt.-IdNr. muss vor der Aufnahme von steuerpflichtigen Lieferungen zugeteilt worden sein.

Es gibt strenge Regelungen für Situationen, die eine Registrierung erfordern. Allgemeine Szenarios, welche eine Registrierung in Spanien bedürfen umfassen:

  • Warenimport nach Spanien,
  • Organisieren von Live-Veranstaltungen, Konferenzen, u.ä.,
  • Warenlagerung in einem spanischen Lager als Bestand zum Weiterverkauf,
  • „Liefern und Installieren“ Dienstleistungen für über 12 Monate,
  • Verkauf von Waren aus Spanien in ein anderes EU-Land,
  • Fernabsatz an Privatpersonen in Spanien, z.B. Internethandel,
  • Die umsatzsteuerliche Registrierung in Spanien dauert allgemein ein bis zwei Wochen, was jedoch unter Umständen länger dauern kann.

Einhalten der Umsatzsteuervorschriften in Spanien

Es existieren detaillierte Regelungen, die das Erfassen und Verarbeiten von spanischen Transaktionen kontrollieren. Diese enthalten Leitlinien zu:

  • Anforderungen an die Rechnungslegung in Spanien,
  • Meldung und Umrechnung von Fremdwährungen,
  • Korrektur von Einträgen aus früheren Erklärungen,
  • Gutschriften und Korrekturen,
  • Welche Einträge die Buchhaltung umfassen muss.

Spanish VAT rates

The standard VAT rate in Spain is 21%; this rose from 18% in September 2012. There is a reduced rate of 10% for passenger transport, hotel and restaurant services, and other goods and services. There is also a 4% VAT rate for food and drink, goods from chemists, construction work and some newspapers. There are many variations to the rates above, including exempt taxable supplies.

Umsatzsteuersätze in Spanien

Unternehmen mit einer spanischen USt.-IdNr. müssen zyklisch Erklärungen vorlegen, die alle steuerpflichtigen Lieferungen (Verkäufe) und Eingangsleistungen (Kosten) aufführen. Allgemein werden die Erklärungen in Spanien quartalsweise übermittelt. Umsatzsteuererklärungen in Spanien müssen bis zum 20. des Monats nach dem Steuerzeitraum eingereicht werden.

Es besteht zudem die Pflicht eine jährliche Umsatzsteuererklärung bis Ende Januar des Folgejahres zu übermitteln.

Intrastat und Zusammenfassende Meldungen in Spanien

Unternehmen in Spanien können neben den Umsatzsteuererklärungen zudem zum Übermitteln von zusätzlichen statistischen Informationen verpflichtet sein.

Die Intrastat-Meldung, die die Verkäufe (Lieferungen) und Einkäufe (Ankäufe) innerhalb der EU auflistet, muss monatlich ausgefüllt werden, nachdem der jährliche Schwellenwert (250000 EUR für Lieferungen und Eingänge) überschritten wurde. Die spaniische Zusammenfassende Meldung umfasst die Kunden und die Verkaufswerte. Diese müssen quartalsweise übermittelt werden. Dabei besteht keine Meldeschwelle.

Umsatzsteuerrückerstattung in Spanien

Wenn ein Unternehmen steuerpflichtige Lieferungen nach Spanien tätigt, jedoch keine spanische USt.-IdNr. erhalten kann oder spanische Umsatzsteuer auf lokale Waren und Dienstleistungen anrechnet, kann die spanische Umsatzsteuer durch eine Umsatzsteuererklärung zurückerstattet werden.

Anträge auf eine Umsatzsteuerrückerstattung werden in der Steuerbehörde im Heimatland des Antragstellers eingereicht.